gimp vs photoshop
GIMP – das Photoshop der Freigeister
Muss man heutzutage wirklich das annehmen, was einem die Konzerne als besser weil teurer verkaufen oder gibt es da doch Alternativen? Wie die kleinen Gallier gegen die Römer gibt es auch in unserer Zeit Revolutionen – früher politisch, heute in der Software-Branche. Opensource ist das Gebot der Stunde und wiederum auch nicht. Denn bei Opensource Software scheiden sich die Geister: Ist es tatsächlich möglich, dass etwas, das umsonst ist, mit einem teuer produzierten Produkt mithalten kann? Kann es sein, dass die kleinen am Ende doch gewinnen? Dieser Vergleich zwischen Gimp und Photoshop soll es zeigen…
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Obwohl der Marktanteil des offenen Linux (ca. 1%) nicht annähernd an den großen Bruder Windows (ca. 90%) herankommt, hat es sich in den letzten Jahren immer mehr in den Köpfen der Freigeister zu einem richtigen Konkurrenten entwickelt. Dies hat einen richtigen Hype in der Opensource Community ausgelöst. Mitunter auch in der Bildbearbeitung, wo auf Gimp sehr viele Hoffnungen lasten – kann es diesen gerecht werden?
START – der Vergleich beginnt bereits bei der Installation. Während Photoshop “out of the box” nach der Installation einsetzbar ist, muss man bei Gimp noch etwas weitergehen. Um nämlich einige wichtige Features, die aus Photoshop bekannt sind verwenden zu können, bedarf es einer Extra-Installation für viele dieser zusätzlichen Programmeigenschaften. 1:0 für Photoshop.
DAS INTERFACE – Gleich auf den ersten Blick wird ersichtlich: wer das eine Programm kennt, kennt das andere. Die Macher haben sich sehr dabei bemüht, hier dem Konkurrenten um Nichts nachzustehen. Doch auf den zweiten Blick erkennt man die Unterschiede. Denn die neueste Version von Adobe’s berühmter Creative Suite hat das markante Interface, welches links und rechts aufgeteilt wird und sich durch an- und abdocken wie gewünscht umändern lässt. Dieses Corporate Design wirkt etwas mehr aufgeräumt, als in der aktuellen Version vom kleinen Konkurrenten. Jedoch ist Gimp’s GUI trotzdem sehr benutzerfreundlich und gut strukturiert. Aus diesem Grund 2:1 für Photoshop.
FEATURES – Photoshop hat gezeigt, wie man mit einer unglaublichen Vielfalt an Werkzeugen zum Marktführer wird und bleibt. Obwohl nicht jeder damit umgehen kann, bietet das Programm eine riesige Vielfalt an Bearbeitungsoptionen. Viele Ebenenarten, zahlreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten und eine scheinbar unendliche Fülle an Tools. Doch hier zückt auch Gimp die Muskeln, schließlich will man ja eine tatsächliche Alternative sein – Brushes, Farbton und Sättigung, Kanäle – all dies ist hier auch möglich und kein Problem; 3:2 für Photohshop.
PRINT UND WEB – Photoshop ist eine Applikation, die sowohl zum Erstellen von Print- wie zum Erstellen von Webgrafiken geeignet ist. Dabei bietet es spezielle Eigenschaften und Einstellungen für beide Arten von Bildern. Das Stichwort lautet CMYK. Tatsächlich kennt Gimp die Modi RGB, Graustufen und Indiziert, jedoch nicht den CMYK-Modus. Das bedeutet, dass das GNU Programm keinen korrekten Farbmodus für Printdateien bietet; eine essentielle Eigenschaft die fehlt; 4:2 für Adobe.
DATEIFORMATE - Beide Programme bieten eine riesige Anzahl an Dateiformaten, die man öffnen und bearbeiten kann – dabei sind die üblichen Verdächtigen wie gif, jpeg, psd, tiff – und bei beiden müssen es nicht zwangsweise Bilddateien sein, denn auch Videoformate werden von beiden Programmen mittlerweile unterstützt. Gimp unterstützt derzeit aber weit mehr Formate als Photoshop. Jedoch bietet Photoshop auch hier erweiterte Bearbeitungsfunktionen. Außerdem beherrscht Adobe’s Muskelprotz neuerdings mit Photoshop CS4 auch das Arbeiten mit 3-D Objekten; 5:3 für PS.
PREIS – Gimp ist gratis, kostenlos, for free – muss hierzu wirklich noch mehr gesagt werden? Gimp gibt’s umsonst, während man für Photoshop mit ungefähr 1000€ sehr tief in die Tasche greifen muss. Deshalb lautet der abschließende Punktestand des Rennens: 5:4.
FAZIT: Man sieht dass Photoshop aus gutem Grunde vorne liegt und als Marktführer im Bereich der Bildbearbeitung nicht so leicht vom Thron zu stoßen ist. Nichtsdestotrotz ist der hohe, jedoch gerechtfertigte Preis für viele Leute eine große Hürde. Auch wenn es bei Gimp nicht für den Sieg gereicht hat, bietet das feine Programm eine Vielzahl an Features. Hinzu kommt, dass der attraktive Preis und das gute Interface sowohl Profis als auch Hobbygrafiker und Fotografen gleichermaßen anspricht.







October 31st, 2009 at 7:34 pm
hmm.. auch wenn ich in sachen fotobearbeitung nicht so versiert bin:
vollständig ist es aber nicht ganz!
imho wesentliche punkte die noch FÜR gimp sprechen:
* erweiterungsfähigkeit & automatisierbarkeit über skripte
* nicht nur frei & gratis, sondern OPEN SOURCE! jeder kann mitentwickeln, code einsehen, etc
* viel mehr unterstützte dateiformate
* sehr viele plugins erhältlich
- uvm
November 1st, 2009 at 1:00 am
also ich bin mal eindeutig für PS^^
und bis auf den punkt OPEN SOURCE
sind alle anderen 3 punkte die du noch aufgeschrieben hast ünnötig
weil das alles hat photoshop genauso und noch viel mehr ;D
erweiterungen, dateiformate, plugins…
uvm^^
November 1st, 2009 at 4:19 pm
:: du hast scho recht mit der erweiterbarkeit und automatisierung – doch gibt es diese skripte und plugins auch für ps (nur kosten sie bei ps) – aus diesem grund fiel das mit in den preisfaktor hinein
:: opensource ist natürlich immer ein argument – doch aus der sicht eines grafikers und fotografen wohl eher uninterssant
:: der vorletzte punkt ist wohl doch nen edit wert
November 5th, 2009 at 2:58 am
eine ewige diskussion – so lasst die gelehrten über dieses thema streiten …